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Mehr Fokus durch Bewegung und Koordination.

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Warum mentale Gesundheit das Fundament für schulischen Erfolg bildet

Wie AD HOC NEWS unter Berufung auf die PISA-Studienleitung berichtet, haben 15-jährige Schülerinnen und Schüler in Deutschland mit der Veröffentlichung der Daten vom 8.

Warum mentale Gesundheit das Fundament für schulischen Erfolg bildet

September 2026 die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Erhebungen erreicht. Rund 760.000 Jugendliche aus 91 Staaten nahmen teil – ein Resultat, das den Blick von der Frage nach Wissen hin zu den neuronalen Voraussetzungen des Lernens verschiebt.

Was die Zahlen offenbaren

In den Kernbereichen erzielten deutsche Jugendliche 486 Punkte in den Naturwissenschaften, 465 im Lesen und 464 in der Mathematik. Folglich verfehlt etwa ein Drittel der Schülerinnen und Schüler die Basiskompetenzen im Lesen und in der Mathematik, während in den Naturwissenschaften ein Viertel unter den Mindeststandards bleibt. Die Schweiz, oft als Referenz herangezogen, liegt mit 501 Punkten in den Naturwissenschaften zwar über dem OECD-Durchschnitt, verzeichnet jedoch ebenfalls rückläufige Werte – in der Mathematik etwa sank das Ergebnis seit 2015 von 521 auf 499 Punkte, beim modellbasierten Problemlösen wurden 520 Punkte erreicht. Demnach handelt es sich nicht um ein rein deutsches Phänomen, sondern um einen strukturellen Trend innerhalb unseres Bildungssystems. Besonders deutlich zeigt sich die soziale Kluft: Die Abhängigkeit des schulischen Erfolgs vom Elternhaus ist in Deutschland laut den Daten dreimal so stark ausgeprägt wie in Kanada, und Jugendliche mit Migrationsgeschichte erreichten in den Naturwissenschaften 438 Punkte gegenüber 521 Punkten jener ohne Migrationsgeschichte.

Mentale Gesundheit als neurokognitive Lernvoraussetzung

Bildungswissenschaftler Samuel Greiff verortet die Ursachen in einem Reformstau, mangelnder Sprachförderung und sozialer Ungleichheit; die Corona-Pandemie erkläre den Abwärtstrend demnach nur teilweise, auch der weltweite Smartphone-Konsum spiele eine Rolle. PISA-Koordinator Andreas Schleicher verwies in diesem Kontext auf eine mangelnde Anstrengungsbereitschaft und zu geringe Herausforderungen im System. Der Berliner Lehrer Jotam Felmy indes rückt einen bislang unterbelichteten Faktor in den Mittelpunkt – den Zusammenhang zwischen mentaler Gesundheit und schulischer Leistung. Er fordert, die Förderung der mentalen Gesundheit als feste schulische Aufgabe zu verankern. Damit verschiebt sich die Perspektive folglich von reinem Faktenpauken hin zu einem neurokognitiven Rahmen, in dem Aufmerksamkeit, emotionale Regulation und Stressresilienz als Vorbedingungen von Lernen gelten. Exekutive Funktionen, also jene Steuerungsprozesse im präfrontalen Kortex, die Planung, Impulskontrolle und Arbeitsgedächtnis bündeln, sind ihrerseits trainierbar – ein Umstand, der die Debatte nicht nur politisch, sondern auch neuroplastisch auflädt.

Was sich daraus für unser Training ableiten lässt

Einerseits offenbart der Befund, dass familiäre und soziale Rahmenbedingungen das Lernergebnis stärker prägen als reine intellektuelle Anlage. Andererseits legt die Forderung nach mentaler Gesundheitsförderung als schulischer Aufgabe nahe, dass Bewegung, Koordination und kognitive Belastung systematisch verzahnt werden müssten – genau jenes Prinzip, auf dem Life Kinetik und moderne Neuroathletik aufbauen. Wer in diesem Sinne regelmäßig koordinative Reize setzt, aktiviert jene neuronalen Netze, die auch beim schulischen Lernen beansprucht werden, und stärkt zugleich die Stressregulation, die Felmy als Lernfaktor hervorhebt. Was bleibt, ist eine nüchterne Beobachtung: Der PISA-Tiefpunkt ist weniger ein Zeugnis mangelnder Intelligenz als ein Hinweis darauf, dass die neurokognitiven Voraussetzungen des Lernens in unseren Bildungssystemen bislang zu wenig Beachtung finden – und genau hier setzt koordinatives Hirntraining an.